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Weltkulturerbe

Auf der Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO stehen neun nationale Objekte in Bulgarien.

Thrakergrab von Sweschtari

Diese Gruft stammt aus der ersten Hälfte des 3. Jhs v. Chr . Sie besteht aus drei quadratischen Kammern, bedeckt von einem zylindrischen Gewölbe. Ein Vorzimmer liegt vor der zentralen Kammer. Die Mauern und die Gewölbe wurden aus behauenen Steinen gebaut.

Die Dekoration der Grabkammer ist bemerkenswert - eine Mischung von Kunst und Architektur. Eine Besonderheit sind die geprägten weiblichen Figuren, die zur Dekoration der zentralen Kammer dienen. Eine Szene, die den Verstorbenen darstellt, findet sich auf der Mauer gegenüber dem Eingang. Auf einer Wand ist der Herrscher dargestellt, der aus den Händen der Göttin einen goldenen Kranz nimmt. Vier Frauen folgen die Göttin und tragen verschiedenartige Gaben.

Die Gruft liegt im Nordbulgarien, bei Sveschtari, etwa 7 km nordwestlich von Isperich. Im Gebiet mit Durchmesser von 2 km sind noch 26 Hügel mit verschiedene Größe entdeckt. Das Gebiet ist ein geschütztes archäologisches Reservat.

Thrakergrab von Kazanlak

Dies ist einer der bemerkenswertesten Bauten der thrakischen Kultur, die im Weltkulturerbe aufgeführt wird. Baulich ist dies eine runde bienenwabenartige Gruft. Sie ist 3,25 m hoch und weist einen Durchmesser von 2,65 m an der Basis auf. Eine rechteckiger, kuppelförmiger Korridor führt zur eigentlichen Gruft.

Die Gruft wurde aus Backsteine gebaut. Man behauptet, dass sie die Römer als Baumaterial 2 Jahrhundert später entdeckt haben. Als Verband wurden ganzen Steinen und Ton benutzt. Eine Besonderheit sind die Wandgemälde aus der hellenischen Zeit, die von außerordentlich künstlerischem Wert sind.

Die Technik ist Frischmalerei (fresco) und Tempera. Die Fresken stellen Kämpfe, das alltägliche Leben und das nach dem Tod mit zahlreichen Figuren, Gegenständen und dekorativen Motiven dar. Die Gruft stammt aus der Wende vom 4. zum 3. Jh. v. Chr. Sie liegt auf dem Tjulbeto-Hügel bei Kazanlak.

Felsenrelief des Reiters von Madara

Ein in die Felswand von Madara eingehauenes Relief, das bedeutendste Denkmal monumentaler Kunst des frühen Mittelalters, durch das nachzuweisen ist, das die Bulgaren indoeuropäischen Ursprungs und ein hochzivilisiertes staatsbildendes Volk sind. Dieses Denkmal sucht seinesgleichen in Europa. Das Relief stellt einen Reiter in Lebensgröße dar, dem ein Hund folgt. Es wurde in einen Hang gehaut, mehr als 100 m hoch über einem Fluß. Insgesamt bedeckt das Relief eine Fläche von 23 qm. Ein sterbender Löwe liegt vor den Füßen des Pferdes. Griechische Inschriften um die Figur erzählen von bulgarischen Herrschern und wichtigen Ereignissen.

Dieses Monument datiert aus dem 8. bis 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Es ist ein einmaliges Symbol des jungen Bulgarien. Das Relief ist die Auswirkung eines Sieges - das Byzantinische Reichm hat den neuen bulgarischen Staat anerkannt.

Reiter von Madara liegt bei Madara, etwa 16 km von Schumen entfernt.

Kirche von Bojana

Sie ist eine der wichtigsten und wertvollsten Altertümer außergewöhnlicher historischer und künstlerischer Bedeutung. Man errichtete sie am Fuße des Berges Vitoscha. Der älteste Teil der Kirche datiert einem originalen Manuskript zufolge auf das 11. Jahrhundert, im Jahr 1295 die wurde das zweite Stockwerk der Kirche gebaut, das übrige Gebäude vervollständigte man in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der interessanteste Teil des Monumentes sind die Wandgemälde aus dem Jahr 1259. Der Künstler hat die Anforderungen des ikonographischen Kanons geschickt mit Szenen aus dem wirklichem Leben kombiniert. Insgesamt werden 89 Szenen dargestellt, auf denen 240 menschliche Bilder abgebildet sind - eine Kunstgalerie des 13. Jahrhunderts. Als besonders interessant gelten die Darstellungen der Schutzheiligen der Kirche - Kaloyan und seiner Frau Desislava - und des bulgarischen Zaren Konstantin und seiner Frau Irina. Sie sind mit Kronen und golddurchwirkten Kleidern dargestellt. Der Zar hält in seinen Händen einen goldenen Zepter. Diese Gestalten stellen den Höhepunkt der Fähigkeiten des Künstlers dar. Auf der zweiten Stock ist die Heiligen Pantelejmon-Kapelle.

Die Kirche liegt bei Bojana, etwa 8 km von Sofias Zentrum entfernt.

Felskirchen von Ivanovo

Dieses Gebiet besitzt eine Anzahl mittelalterlicher Kirchen, Mönchszellen und Kapellen, die beiderseits des Flusses Lom in den Felsen geschlagen wurden. Eine Kolonie von Einsiedlern lebte hier vom 3. bis zum 17. Jahrhundert. Die natürlichen Höhlen in den Karstfelsen wurden verbreitert und ausgeformt, um den Bedürfnissen der Mönche zu entsprechen. Die Kammern liegen in einer Höhe von 6 - 10 m und sind mit einer Folge von Treppen, Durchgänge und Galerien verbunden.

Auf den Mauern finden sich Bilder biblischer Themen und Zusammenstellungen mit vielen Figuren. Die teilweise erhaltenen Freskogemälde legen Zeugnis der bemerkenswerten Leistungen der bulgarischen mittelalterlichen Kunstschule ab. Die übrigen Schriften betonen die Bedeutung der literarischen Schule, die sich in diesem Gebiet entwickelte.

Die Felskirchen von Ivanovo liegen in den Felsen oberhalb der Lom bei Russe, etwa 18 km von Russe entfernt.

Kloster Rila

Dieses Mönchskloster ist eine heilige Stelle für alle Bulgaren, denn es bewahrte ihren Stolz, ihre nationale Identität, den Glauben und die Hoffnung durch die Jahrhunderte. Es wurde im 10. Jahrhundert von den Schülern des heiligen bulgarischen Einsiedlers Ivan Rilski gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Mönchskloster nach einem verwüstenden Feuer vollständig wiederaufgebaut; damit ist es das größte Monument der Wiedergeburtsarchitektur in Bulgarien.

Es ist eine architektonische und künstlerische Zusammenstellung enormer Dimensionen, ein Höhepunkt der Arbeit der Handwerker, Ikonenmaler und Holzschnitzer dieser Epoche. Die Kirche wurde von den berühmtesten Vertretern der bulgarischen künstlerischen "Schule der Wiedergeburt" ausgemalt. Der Verteidigungsturm von Hreljo aus dem 14. Jahrhundert steht im Innenhof des Klosters. Das Mönchskloster wird heute noch bewohnt. Es gibt eine prächtige Bibliothek, ein historisches Museum und einige thematische Museumsausstellung.

Rila Kloster liegt im westlichen Teil des Rilagebirges, etwa 3 km von dem gleichnamigen Städtchen und etwa 120 von Sofia entfernt.

Altstadt von Nessebar

Auf einer Halbinsel im Schwarzen Meer errichtet, die mit dem Festland durch eine schmale Landenge verbunden ist, stellt Nesebar eine Stadt mit einer Geschichte dar, die mehr als 2000 Jahre zurück reicht.

Sie ist ein riesiges Museum, das die Lebensstile der Menschen zeigt, die hier gewohnt haben. Auf der kleinen Fläche der Halbinsel präsentieren sich die Reste thrakischer Zeiten, Verteidigungsbauten und öffentliche Gebäude aus hellenischer Zeit sowie mittelalterliche Kirchen und Gebäude der bulgarischen Renaissance und bilden eine einmalige Atmosphäre.

Die Kirchen, die während der frühen byzantinischen Periode ( 5. - 6. Jh. ) gebaut wurden, sind besonders interessant. Die ältesten von ihnen sind die Basiliken mit einem kreuzförmigen Mittelschiff. Die Wandgemälde aus dem 14. bis 18. Jahrhundert haben einen außergewöhnlichen historischen und künstlerischen Wert und zeigen die Traditionen und die Handwerkskunst der Handwerken und Ikonenmaler dieser Zeit.

Altstadt von Nessebar liegt etwa 30 km von Burgas. Nahe der Stadt liegt der berühmte Urlaubsort Slantschev Brjag.

Biosphärenreservat Srebarna

Das Biosphärenreservat Srebarna liegt im Nordbulgarien, an der Mündung der Donau und ist das wohl bekannteste. Es umfaßt eine Fläche von etwa 800 ha. Hier liegt einen See , 1,5 m tief, in dem Wasser aus einer Karstquelle und einem Fluß mündet.

Im Reservat gibt es eine große Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. Hier kann man ca. 160 Vögelarten anschauen. Eine der insgesamt nur vier Niststätten des Krauskopf-Pelikans in Europa bewohnt das Gebiet. Es gibt hier auch viele Reiherkolonien und andere seltene Wasservögel. Srebarna ist auch eine Raststätte für viele Zugvögel.

Das Biosphärenreservat liegt etwa 15 km von Silistra. Im Gebiet gibt es ein natürliches Museum und eine Stelle für ökologische Forschungen.

Nationalpark Pirin

Er umfaßt eine Fläche von etwa 26 480 ha. Die Natur ist unwahrscheinlich schön und vielfältig - höhe Gipfel wechseln sich mit Gletschergebirgen und Seen ab. Die steile Landschaft und das mediterran und zentraleuropäisch beeinflusste Klima ließ vielfältige Vegetation und eine nicht minder artenreiche Fauna entstehen.

Einige Bäume sind als natürliche Erbe geschutzt. Eine Sehenswürdigkeit ist die Weißtanne, "Bajkuscheva mura" gennant, die mehr als 1300 Jahre alt ist. Im Park gibt es ca. 50 Gletscherseen, viele Höhlen, Wasserfälle, Felsen, majestätische Klüfte und Klippen. Das Gebirge ist fast ungangbar. Der Park ist durch Bansko, Sandanski, Goce Deltschev und durch andere Städte erreichbar.

Ein Teil des Gebirges wurde zum Nationalpark im Jahre 1962 erklärt, der zuerst "Wichren" heißte, und dann später in "Pirin" umgenannt wurde.