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Antike Bauten

Die bulgarische Länder wurden noch im fernen Altertum besiedelt, davon zeugen viele antike Bauten.

Perperikon

Perperikon ist eine Heiligenstätte, die im östlichen Rodopengebirge sowie 15 km nordöstlich der heutigen Stadt Kardjali liegt. Die Stadt Perperikon datiert 8 000 Jahren v. Chr. In der Nähe gibt es viele archäologischen Objekten verschiedener Zeitabschnitte. Hier erblickt man eines der Weltwunder, das von den Forschern lange gesucht wurde - der so genannte Dionysos – Tempel, der auch von Herodotus beschreibt wurde. Man nennt Perperikon das bulgarische Troja. Perperikon wird mit vielen griechischen Mythen verbunden. Vor allem mit Orpheus, dem Poet und Musiker.

Der Palast von Perperikon war ein massives Gebäude mit dicken Mauern. Der Baukörper wurde L-förmig angeordnet. Eine Teil der Mauern wurden in den Felsen gemeißelt. Man kann noch heute die Tempelnischen erkennen. Der Aufbau wurde aus großen Steinblöcken gebaut, was typisch für Megalit Bauten war. Zum Haupteingang fühtren ca. 200 m Steintreppen, die ca. 3 m breit sind. Bei den letzten Ausgrabungen wurde einige Meter weit von dem Palast einen großen Altar gefunden, der zu jener Zeit zur Opferung von großen Tieren und Menschen diente.

Auf der niedrigsten Stuffe des Palasts wurden fünf Sarkophage gefunden, die in den Felsenboden gemeißelt wurden. Neben des Sarkophags gibt es Gabennischen. Ein gut bewahrtes Postament im Nordraum zeugt davon, das auf ihm der Altar stand. Im nordwestlichen Teil des Palasts wurde eine Krypta mit 15 Steinsarkophage gefunden.

Antike Stadt Ulpia Escus (Ulpia Oescus)

Die majestätische Ruinen von der römischen und byzantinischen Stadt Ulpia Escus liegen am Rande des heutigen Dorfes Gigen im Bezirk Pleven. Die Ruinen umfassen eine Fläche von etwa 28 ha.

Heute ist Ulpia Escus eine der wichtigsten römischen und frühbyzantinischen Städte in Nordbulgarien. Ulpia Escus wurde am Anfang des 1. Jahrhunderts als selbständige Siedlung gegründet, in Nachbarschaft mit thrakischer Siedlung aus der späten Bronzezeit und der Jungsteinzeit (Neolithikum). Im 2. und am Anfang des 3. Jahrhunderts erlebte Escus seine ökonomische und kulturelle Blüte. Dank den Ausgrabungen wurden wichtige Angaben zur Lebensweise der Ortbevölkerung erhalten, die aus Thraken, Italiker, Ansiedlers aus Kleinasien (Anatolien) und aus der westlichen römischen Provinzen bestanden. Diese Angaben schließen Auskunft über die Siedlungsentwicklung, Befestigungsystemen, Straßennetze, Gesellschaft- und Schulgebäude, über das ökonomisches Leben, die Kultur, Religion und Begräbnisbräuche ein.

Kastra Martis Befestigung

Kastra Martis Befestigung liegt etwa 30 km von Vidin. Aus den archäologischen Bodenfunden lässt sich schließen, dass im 1. Jh. v. Chr. , bevor die Befestigung errichtet wurde, an dieser Stelle eine kleine thrakisch-römische Siedlung bestanden hat.

Die Festung bestand aus zwei Teilen – Quadriburgium und Kastell. Zerst am Ende des 3. Jarhunderts und am Anfang des 4. Jahrhunderts wurde das Quadriburgium gebaut. Es war eine viereckige Befestigung mit Ausmaßen von 40 x 40 m . Die Ecken dieses Gebäudegeviert wurden durch Türme mit Durchmesser von 12,5 m verstärkt. Im Quadriburgium war der Sitz des Kommandanten der Befestigung. Seiner Form nach war das Kastell ein unregelmäßiges Viereck, geschützt mit sieben viereckigen Türmen. Es umfasste eine Fläche von 1,55 ha.

In der Mitte des Hauptgebäudes gab es einen Innenhof mit einem Brunnen, der mit großen viereckigen Backsteinen belegt wurde. Um den Hof herum lagen zweistöckige Räume. Nördlich von dem Hofe lag einen weiten Raum, dessen Bestimmung besonderer war. Wahrscheinlich versammelte sich dort der Befehlbestand und wurden die Schlachtfahnen und Auszeichnungen des Armeeteils bewahrt, der in der Befestigung biwakierte. Östlich und westlich vom Hauptgebäude standen je fünf massive Mauerpfeiler, die die Konstruktion der zweistöckigen Räume trugen. Diese Räume wurden mit den Befestigungmauern verbunden. Der untere Stock wurde als Lager, und der obere als Kaserne gebraucht. Die Türme waren dreistöckig. Sie waren mit inneren Holztreppen verbunden und mit Backsteinen belegt. Zu ihrer Verteidigung wurden die Gewölbefenster gebraucht.

Cepina Festung

Die Festung Cepina liegt im Nordostteil des Tschepin-Talkessels, 6 km vom Dorf Dorkovo. Sie wurde auf einem Felsengipfel 1136 m über Meeresniveau errichtet. Im Mittelalter war sie eine der bekanntesten Festungen im Rodopengebirge und spielte die Hauptrolle im Verteidigungssystem des bulgarischen Staates. In der Mitte des 9. Jarhunderts trat sie innerhalb der bulgarischen Grenzen ein. Im 11. Jahrhundert wurde die Festung von Byzanz erobert, aber unter der Regierung des Zaren Kalojan (1197 -1207) trat sie wieder in der Grenzen Bulgariens ein.

Im 12.-13. Jahrhundert war Cepina eine große mittelalterliche Stadt-Festung. Die äußere Festungsmauer umfaßten eine Fläche von 2,5 ha, und auf dem höchsten Teil, auf einer Fläche von 0,5 ha, wurde eine mittelalterliches Schloss errichtet. In der Befestigung wurden drei Kirchen und vier präzis errichteten Wasserstaubecken erforscht. In einer Kirche wurden zwei Altarreliefe der heiligen Apostel Peter und Paul gefunden und im Ermitage-Museum von Sankt Petersburg ausgestellt. Die Gründe der äußeren und inneren Festungsmauer, als auch die Gründe der Kirchen und der vier Wasserstaubecken sind restauriert und heute ziehn sie viele Touristen an.

Am Fuße der Festung ist eine Ausstellung mit Gegenstände aus der archäologichen Ausgrabungen und Forschungen eingerichtet. In der Nähe liegt eine touristische Herberge.

Die antike Stadt Nicopolis ad Istrum

Die Ruinen der einst mächtigen römischen Stadt Nicopolis ad Istrum liegen 20 km nördlich von der alten bulgarischen Hauptstadt Tarnovo und 3 km südöstlich vom Dorf Nikjup.

Die Stadt wurde 102 Jahre von Kaiser Traianus zu Ehren seines Sieges über die Daken gegründet. Sie war von tiefen Gräben und hohen Steinmauern umgegeben. Freigelegt wurden das Forum (Platz), gerade, breite Straßen, Tempel römischer, griechischer und östlicher Götter, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude aus weißem Stein. Die Stadt war kanalisiert. Ein 26 km langes Wasserrohr transportierte Quellwasser aus einer Höhle bei Musina.

In der Stadt lebten Veterane, Großlandwirte, Kaufleute und Handwerker aus verschiedenen Gebieten des Römischen Reichs - aus Kleinasien, Syrien, Ägypten. Die antike Stadt erlebte vom 2. bis 4. Jahrhundert ihre Blütezeit und war eines der größten Handelszentren von Mösien zwischen Donau und Balkangebirge.

Nicopolis ad Istrum wurde von den Goten zerstört und im 5. - 6. Jahrhundert von Byzanz wieder angebaut. Bis jetzt wurde nur eine Drittel der Stadtsfläche erforscht und viele interessante Funde von verschedenen Zeitaltern entdeckt.

Festung Kaleto bei Belogradtschik

Kaleto ist eine der am besten bewahrten Festungen in Bulgarien. Noch vor der Gründung des ersten bulgarischen Staates wurde sie von den Römern mitten in die unersteigbare Felsen gebaut.

Beim Aufbau der Festung haben die Römer die natürliche Unzugänglichkeit der Felsen bei Belogradtschik ausgenutzt, indem sie nur zwei Mauer errichteten – auf den nordwestlichen und südöstlichen Seiten. Die andere Seiten sind durch zwei riesengroße Felsen geschützt, die 80 -100 m hoch sind. Die Festungsmauer waren stark, 4-5 m breit und 12-15 m hoch.

Die Festung bestand sich aus drei Höfe mit gesamter Fläche von 10 211 qkm und eine separate Befestigung. Jeder Hof war fähig sich selbt zu verteidigen. Die Festungsmauer wurden mit Schießscharten für Gewehre versehen. Die Festung hatte 15 Kanonen. Hier gab es Kaserne- und Lagerräume, eine Waffenschmiede, Gefängnis, Mühlen für Salz und Weizen, vier Wasserstaubecken. Man entdeckte noch zwei in den Felsen gemeißelte Wassertänke, die etwa 5 m tief sind. Sie waren mit Schnee- und Regenwasser gefüllt und die gesammelte Menge von Wasser war als eiserne Ration behalten.

Antike Festung Kaleto

Die antike Festung liegt in der südwestlichen Gegend von der Stadt Montana, auf dem Hügel “Kaleto”. Bei der archäologichen Ausgrabungen wurden ein Tor mit einem Turm entdeckt, das im 3. - 4. Jahrhundert gebaut wurde, Kaserne und andere Gebäude, eine Basilika und Mauer aus Römerzeit, Häuser aus Stein- Kupferzeit, slawische Häuser und Heiligenstätte.

Krakra Festung

Die Krakra Festung liegt auf einer kleinen felsenen Hochebene in der südwestlichen Gegend von der Stadt Pernik. Die Lebensspuren, die hier entdeckt wurden, datieren aus dem 5. - 6. Jh v. Chr. Die Überreste der Festungsmauer wurden aus Sandsteine gebaut und bildeten eine vieleckige Festung mit einer Fläche von 2,5 ha. Zum esrten Mal wurde die Siedlung im 3. Jh v. Chr. zerstört. Von Thraken wieder aufgebaut, etwickelte die Festung aktive Handelsbeziehungen zur umringenden Welt. Besonders lebhafte waren diese Beziehungen während der römischen Herrschaft. Um die Mitte des 6. Jahrhunderts verfiel die Siedlung, wahrscheinlich wurde sie durch Einfälle von Slawen geschädigt. Ihre größte Entwicklung erreicht die Festung während des 9. - 10. Jahrhunderts. Doppelte Mauer, geschützten mit drei rechteckigen Türmen, wurden auf der Ruine der alten Befestigung errichtet. Während des 10. und am Anfang des 11. Jahrhunderts spielte die Festung bei der Stadt Pernik wesentliche Rolle für die Verteidigung Bulgariens gegen byzantinischen Angriff. Damals wurde die Festung von dem Feudalherrscher Kraka beherrscht, der zudem noch weitere 35 Festungen in der Umgebung regierte. 1189 wurde die Festung wieder niedergebrannt und ihre alte Pracht verfiel.

Römische Heerstraße Karasura

Karasura befindet sich an den Südhängen des Sredna-Gora-Gebirges, etwa 50 km nord- östlich von Plovdiv. Er war in historischer Zeit eine Station auf dem kürzesten Landweg zwischen Europa und dem Nahen Osten. Als "römische Heerstraße" verband er die bedeutenden antiken Städte Singidunum (Belgrad), Serdika (Sofia) und Adrianopolis (Edirne) mit der Hauptstadt des oströmischen Reiches, Konstantinopolis, dem späteren Byzanz und heutigen Istanbul am Bosphorus.

Schon in der ausgehenden Jungsteinzeit (um 5000 v. Chr.) begann die Besiedlung dieses Ortes, der mit seinen natürlichen Gegebenheiten wie fruchtbare Böden, große Mengen an Mineralwasser und mittelmeerischem Klima ideale Lebensbedingungen bietet. In bisher 20 Ausgrabungskampagnen gelang es den Archäologen große Teile der durch ein Flüßchen getrennten doppelten Festungsanlage mit Mauer, Türmen, Bastionen und Toren freizulegen. Hier wurden auch viele Kultgegenstände gefunden- Reliefe, Sakral- und Wohngegenstände u.a.

Thrakiches Zentrum bei Halka Bunar

Auf dem Gebiet dem Dorfe Gorno Belovo, Bezirk Stara Sagora befindet sich das thrakiche Zentrum bei Halka Bunar. Die Forschungsergebnisse, obwohl noch im Anfangsstadium, zählt das Zentrum zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der thrakischen Siedlungsarchäologie, die im Moment in Bulgarien erforscht werden.

Ein einzigartiges Keramikzentrum wurde gefunden und bisjetzt sind vier Backöfen bekannt, die zu zweit um zwei Vorbacköfen ausgestaltet sind. Bewahrt sind die Grundelemente der Konstruktion der Backöfen - Verbrennungskammer (oder Mischkammer), Gitter mit Lüftungsöffnungen, Versorgungskanal und Vorbacköfen. Jede der vier Backöfen hat ihre funktionale und konstruktive Besonderheiten. Diese sind die erste Beweise für die Aufbau solcher Anlagen und für die Struktur der Keramikherstellung in einem thrakischen Zentrum aus dem frühhellenischen Zeitalter.

Besonders verschiedenartige Funde wurden hier auch entdeckt. Einige von denen sind mit bestimmten Handwerken oder wirtschaftlichen Tätigkeiten verbunden – Mühlsteine, Webgewichte und Fischernetz, Spindelwirbeln, Steinmesser, Meißel, Abziehsteine. Es gibt auch andere Gegenstände mit einer explizit religiösen Funktion – die Bruchstücke eines Opferherds (“eschara”), eine Miniatur der Tonaxt, ein „Leib Brot“ aus Ton, Wandteile der Gefäße, Astragals (Knöchel). Eine echte Meisterwerke ist ein feines Terrakotta Frauenköpfchen. Besonders wichtig sind die Bruchstücke der Gefäße, die mit eingeritzten griechischen Schriftzeichen verziert wurden. Eine große Menge von Tierknochen wurden auch hier gefunden.

Thrakergrab von Kazanlak

Dies ist einer der bemerkenswertesten Bauten der thrakischen Kultur, die im Weltkulturerbe aufgeführt wird. Baulich ist dies eine runde bienenwabenartige Gruft. Sie ist 3,25 m hoch und weist einen Durchmesser von 2,65 m an der Basis auf. Eine rechteckiger, kuppelförmiger Korridor führt zur eigentlichen Gruft.

Die Gruft wurde aus Backsteine gebaut. Man behauptet, dass sie die Römer als Baumaterial 2 Jahrhundert später entdeckt haben. Als Verband wurden ganzen Steinen und Ton benutzt. Eine Besonderheit sind die Wandgemälde aus der hellenischen Zeit, die von außerordentlich künstlerischem Wert sind.

Die Technik ist Frischmalerei (fresco) und Tempera. Die Fresken stellen Kämpfe, das alltägliche Leben und das nach dem Tod mit zahlreichen Figuren, Gegenständen und dekorativen Motiven dar. Die Gruft stammt aus der Wende vom 4. zum 3. Jh. v. Chr. Sie liegt auf dem Tjulbeto-Hügel bei Kazanlak.

Der Tempel von Kybela

Die Siedlung liegt auf einer Insel im Süßwassersee Durankulak. Während der Jahrhunderte war der See von dem Schwarzen Meer bald getrennt und bald mit ihm verbunden. Eine Siedlung lag 6 000 Jahren auf dem Insel. ( von 5400 Jahre v. Chr. bis 1100 Jahre, als Byzanz das Erste Bulgarische Königreich errobert ). Wahrscheinlich war die Siedlung wegen der Malaria-Stechmücken verlassen.

Hier wurden interessante Funde entdeckt – Keramikfiguren von Götzenbilder, die Frauengestalte darstellen, viele Keramikgefäße; Arbeitswerkzeuge; Äxte von Hirschhörner. Besonders interessant sind folgende Schmücke – eine Halskette mit Gold- und Chalcedonperlen, eine Kette mit Gold- und Malachiteperlen, ein anthropomorphisches Amulett, eine Spirale aus Golddraht, wahrscheinlich eine Kopfverzierung u.a.

Der Tempel von Sitalk

In der Nähe vom Dorf Starosel, etwa 20 km von der Stadt Hissar befindet sich die größte thrakische Tempel-Grabstätte Südosteuropas mit einem Tempel-Mausoleum. Aller Wahrscheinlichkeit nach gehörte der Tempel dem Thrakischen Herrscher Sitalk, der um 440 Jahre v. Chr. lebte.

Zum Tempel führt eine Haupttreppe mit einem monumentalen Flur, einem Kultplatz und zwei Kammern. Der Eingang ist mit Fliesen mit plastischer und floreler Verzierung dekoriert. Der Innenraum ist eine runde Gewölbekammer mit Halbsäulen und Floralornamente. In diesem Raum trat der Gewidmete mit Göttern in Verbindung.

Eine königliche Grabstätte wurde 30 m vom Haupttempel gefunden. Im Sarkophag wurden massiven goldenen Ringstempel mit einer Reiterdarstellung, Kampfrüstung, Pfeile, Bronze- und Silbergefäße und gut bewahrte bemalte Keramikgefäße.

Römische Thermen in Varna (Odesos)

Die Römische Thermen (öffentliche Bäder) liegen im südöstlichen Teil der heutigen Stadt Varna. Das ist das größte antike Gesellschaftsebäude, das bis heute in Bulgarien entdeckt wurde. Es nimmt eine Fläche von 7000 qm ein, und die gut erhaltene Mauern stellen ein sehr imposantes Bauwerk dar. Das entdeckte Gebäude war eine Teil der Thermen von römischer Stadt Odessos.

Der architektoniche Stil beweist, dass die Thermen im 2. - 3. Jh. v. Chr. gebaut wurden. Die in der Kanalisation gefundene Münzen bestätigen diese Datierung – die frühere von denen sind unter der Regierung des Kaisers Septimius Severus (193-211) ausgeprägt, und die spätere stammen aus der Zeit der Herrschaft des Kaisers Tacitus (275). Auf dieser Weise ist festgestellt, dass die Thermen bis zum Ende des 3. Jh v. Chr. benutzt wurden. Der Bau hat einen für eine Therme typischen Grundriß. Die Thermen hatten ein ausgeklügeltes hypokaustisches Heizungssystem, das aus Leitungen besteht, die in den Böden, Mauern und Decken zwischen dem Mauerwerk und der Verkleidung aus Marmor eingebaut waren. Die historische und archäologische Angaben beweisen, dass in jener Zeit Odessos ein wichtiges ökonomisches und kulturelles Zentrum des Schwarzen Meeres war.